Nach dem Riesenerfolg der letzten Treckertreffs auf dem Hof Schulze Elberg, organisiert durch den
Treckerclub-Kamener-Kreuz,
war auch heuer zu erwarten, dass die "Bude" wieder proppevoll wurde. Und das bewahrheitete sich auch, obwohl der Wettergott zwischendurch immer mal mit ein paar "Droapens" drohte.

Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf Schleppern der Firma "Massey Ferguson", deren Wurzeln bis in das Jahr 1847 zurückgehen. Mehr darüber erfährt man bei Wikipedia!

Am Eingang über der Wiese schwebte wieder ein Traktor am Autokran, natürlich ein "Massey Ferguson". Ein wenig irritiert überlegte der Besucher, ob er nicht im falschen Film war wegen der "Weihnachtsbäume"-Banderole. Aber clever, wie die Jungs nun mal sind, wird das Ding beidseitig genutzt. Die richtige Aufschrift war also zur Straße hin, vollkommen korrekt! Der kleine Butzemann hinter dem Lenkrad ist bereits infiziert von herrlichen "Treckerträumen"!



...und da stand sie in Reih' und Glied, die rote Armada! Einer schöner als der andere...

Allerdings waren die Schlepper nicht immer rot, die ersten Modelle der Reihe TE waren grau, wurden in der Zeit des zweiten Weltkrieges gebaut und hatten überwiegend keinen Diesel- sondern einen Ottomotor!



Hier wurde erstmal kräftig gepflügt! Man hat diesen Massey-Ferguson Trecker wohl mit Absicht altern lassen, um zu zeigen, dass sein Herz noch gesund ist und bleibt! So rattert das gute Stück wie in alten Zeiten zuverlässig wie ein Uhrwerk und bewegt sich fast wie ein Lebewesen über die Felder...

Während der Kramer an allen Teilen blitzt und akribisch gepflegt ist, kann auch eine Handvoll Stroh auf dem Sitz ein gutes Polster sein...

Da kommen auch schon die ersten Lanz-Traktoren mit viel charakteristischem Getöse und Qualm! Ein Grund, sich auch eine mächtige Havanna anzustecken; der Schornstein muss schließlich qualmen!!!

Heidemarie Schulze Elberg hatte mit ihren Service-Damen im riesengroßen Partyzelt jede Menge Kannen voller Kaffee, Schnittchen mit Schinken und Käse, "Plaatenkauken" und andere Kuchenleckereien hergezaubert. Die Leute nahmen das Angebot mit Freuden an! Wann kriegt man schon frisches Selbstgebackenes vom Hof?

Hmmmm, sieht doch gut aus oder?

Der "Hingucker" des Tages war ein Lanz aus Altengeseke, der unglaublich liebevoll restauriert war.
Das muss wohl "wahre Liebe" sein...

Aber genauso interessant war die Dresch-Vorführung des Treckerclubs Kamener Kreuz! Ein Köla-Breitdrescher der Firma Ködel & Böhm aus dem Jahre 1954 war für viele Besucher der "Renner"! Die Alten erinnerten sich wehmütig und die Jungen staunten nicht schlecht!



Hier wurde der lange Antriebsriemen bestaunt,...



...der von einem Deutz-Traktor bewegt wurde. Dafür bewegte sich der Chef im Sitz nicht, wahrscheinlich genoss er das regelmäßige wackelige Ruckeln des Diesels und seine Aussicht.

Der eine genoss mit Hingabe die leckeren Fritjes mit Majo, der andere schien geradezu verzückt von dem Geschmack seiner Bratwurst zu sein! Egal, Stärkung muss sein, sonst fällt man vom Fleisch!

Tja, und ein leckeres Bierchen durfte denn auch nicht fehlen und regte je nach Menge des Konsums zur Fachsimpelei an. - Einfach wunderbar ist es, wenn man einen Opa hat, der aus alten Zeiten erzählen kann und dazu noch einiges technisches Know-How hat...



Diesen Spruch kennt man aus der alten Zeit!

Ein sehr beliebtes Fahrzeug war damals der Unimog, der seinen Besitzern große Dienste erwiesen hat.



Dieses Ding war einfach universell einsetzbar, ein "Mädchen für Alles". Hier als restauriertes Feuerwehrauto!



Während die älteren Trecker-"Freaks" sich kaum von den Maschinen trennen konnten, ließ sich die Jugend auf einem -fast- fliegenden Perserteppich über Schulze Elbergs Wiesen schuckeln. Ehe der wieder in der "guten Stube" zu liegen kommt, muss er erst ein Stündchen gekärchert werden...

Traktorfahrer dürfen und müssen manchmal auch etwas verrückt sein wie dieser BVB-Fan. Es wird übrigens alles auf der "Dicken-Tal-Kamera" festgehalten.

"Daaaaa ist der Fotograf, gib Gas!!!" - "Nun mal langsam, erst komm ich!"

Ohne Draht, ein Stück Bindfaden, einen Lappen und eine Rolle Isolierband läuft gar nix! Und Rost ist nur äußerlich!

"Man weiß ja gar nicht, wo man zuerst fotografieren soll! Stress pur!"

"Diu Henerich, ick gläuw, wej gaohn chleiks aismol oppe Walze un maken allet platt! Dat wiät ne Chaudi...!"
-
"Jau, dat wefwe wohl maken!"



Es war mal wieder ein Fest für Traktorfreunde! Männerherzen schlugen höher im Kolbentakt der alten Dieselmaschinen und hatten ein grenzenlos gutes Gefühl dabei. Und dabei ist es wirklich "nur" ein Hobby, was einen voll erfüllt! Ein dicker Blumenstrauß für die verständnisvollen Ehefrauen...


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